Focus Centric Interface

Focus Centric Interface (FCI) – soll dem Anwender helfen fokussierter auf komplexen Benutzeroberflächen zu arbeiten. Inspiriert wurde ich dabei von der Sehbehinderung eines Kunden. Weil er nur einen Teil des Bildschirms erfassen kann, war das Ziel nur das Wichtigste für die Bearbeitung darzustellen.

Ein Blick auf die klassische User Interface (Bild1 links) zeigt den Unterschied zum FCI Ansatz (Bild1 rechts). Bei der klassischen Variante werden viel mehr Informationen auf dem gleichen Bildausschnitt dargestellt.

Wenn ich beispielsweise den Menüpunkt Betreiber wähle, so möchte ich anschließend entweder einen Betreiber bearbeiten, oder einen neuen Betreiber erfassen. Im Bild links sehe ich das Menü und gleichzeitig die Liste der bereits erfassten Betreiber. Der Fokus des Betrachters muss sich für die nächste Aktion, von der linken Seite des Bildschirmausschnitts auf die rechte Seite verschieben. 

Bei FCI, blickt der Anwender stets auf das Zentrum des Geschehens (Focus Centric).

Bild 1

Für unser Beispiel von oben muss zwar der Anwender bei FCI ein Klick mehr machen, um zu der nächsten Aktion zu gelangen, dies ist jedoch nicht als Nachteil zu werten. Der Anwender sieht auf einen Blick welche Aktionen er für den Betreiber aufrufen kann (Bild 2), und muß sich nicht zuerst auf einer Ansicht länger orientieren (klassische UI – „Neuer Betreiber“).

Bild 2

Durch den Focus Centric Ansatz, wird auf der Programmansicht mehr Platz geschaffen. Das erhöht die Übersichtlichkeit und erleichtert es den Fokus zu behalten.

Weil ein Betreiber über einen oder mehrere Standorte verfügen kann, macht es Sinn, dass der Anwender vom Betreiber aus schnell dorthin gelangen kann. Dazu lässt sich ein neuer Menüpunkt „STANDORTE“ unterbringen ohne dabei die Übersicht auf der Ansicht zu verlieren.

Auf Bild 3 sehen wir den unterschied bei Eingabemasken.

Bild 3

Wenn es viele Eingabefelder auf einer Maske gibt, muss der Anwender oft auf -und ab scrollen. Bei eingeschränktem Visus, ist er sogar gezwungen oft nach rechts -und links zu scrollen.
Das Problem lässt sich relativ leicht lösen. Eingabefleder sollten in einer sinvollen Gruppe zusammengefasst werden z.B. „Adressdaten“, wie im Bild 3 zu sehen. Die einzelnen Gruppen können durch das aufklappen des Menüs mit den drei Strichen schnell erreicht werden (Bild 4).

Bild 4

Dem lässt sich noch eins drauf setzen. Der Anwender kann noch schneller zum gewünschten Feld navigieren, wenn zusätzlich ein Suchfeld auf der Ansicht platziert wird. Der Filter blendet nur die relevanten Felder ein (Bild 5).

Bild 5

An den Beispielen haben wir gesehen, wie mit dem FCI Ansatz komplexe Benutzeroberflächen vereinfacht werden können. Ein weiterer Vorteil ist die verkürzte Ladezeit der Programmteile, weil weniger Daten pro Ansicht geladen werden müssen.
Wir können festhalten – Mit Einsatz von FCI kann der Anwender fokussierter und effizienter arbeiten.